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Maulwürfe im Garten schnell vertreiben – so geht’s

geschrieben von homeandgarden
Maulwürfe im Garten schnell vertreiben - so geht’s

Maulwürfe im Garten schnell vertreiben – so geht’s

Spätestens, wenn ein Maulwurf im eigenen Garten aktiv wird, findet man die kleinen Säugetiere nicht mehr so attraktiv. Obwohl sie bis auf die Paarungszeit von März bis April nur als Einzelgänger unterwegs sind, reicht dieses eine Tier oft aus, Beete und Rasen in absoluter Unordnung zu bringen. Dabei sind sie insbesondere im Frühling, wenn Gartenbesitzer Samen und Humus ausbringen, sehr aktiv. Infolge werden unter anderen die Samen kreuz und quer verteilt und nährstoffarme Erde von unten nach oben befördert. In diesem Artikel zeigen wir, wie man Maulwürfe im Garten vertreibt.

 

Das Wichtige zuerst: Maulwürfe stehen unter Naturschutz

Maulwürfe dürfen weder gefangen noch getötet werden. Die Tiere stehen unter Naturschutz. Es drohen Bußgelder von bis zu 50.000 € und bei vorsätzlicher Tötung kann sogar ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet werden und die Strafe noch deutlich erhöht werden.

Sie dürfen den Maulwurf also nicht fangen oder töten, sondern lediglich mit geeigneten Mitteln, die das Tier nicht schädigen, aus ihrem Garten vertreiben.

Maulwurf unter Naturschutz

So vertreiben Sie den Maulwurf

Wer den Maulwurf näher kennt, der weiß, dass das Tier einen ausgeprägten Geruchssinn und ein sehr empfindliches Gehör hat. Das bedeutet, dass unangenehme Gerüche und sehr laute Geräusche in dermaßen stören, dass er freiwillig das Weite sucht. Dabei gibt es leider eine Problematik, dass nicht jeder Maulwurf auf jeden Reiz von außen gleichermaßen reagiert. Es gilt also, verschiedene der nachfolgend vorgestellten Mittel auszuprobieren, bis man das richtige für „seinen“ Maulwurf gefunden hat.

 

Zunächst die Hausmittel

Auf Eisenstangen schlagen

Besonders empfindlicher Maulwürfe lassen sich mit täglich wenigen Minuten Lärm vertreiben. Stecken Sie dazu eine lange Eisenstange (Moniereisen gibt es im Baumarkt oder Internet für kleines Geld) in die frisch gegrabenen Maulwurfhügel und schlagen Sie kräftig mit einer weiteren Stange oder einem Hammer für ein paar Minuten dagegen. Diese Version funktioniert häufig recht gut, ist allerdings für Sie selbst und ihre Nachbarn auch nervig. Denken Sie gegebenenfalls an Ortstöpsel.

Windspiele aus Blechdosen herstellen

Besorgen Sie sich ein paar Konservendosen, lochen Sie diese und binden Sie sie dann an die bekannte Eisenstange. Sobald draußen etwas Wind geht, stecken Sie das Konstrukt in den Maulwurfshügel. Durch den Wind beginnt ein ordentliches Geklapper, welches sich durch Vibrationen in dem Boden überträgt. Der Maulwurf wird schnell verstehen, dass die Geräusche und Vibrationen nun regelmäßig auftreten und sich deshalb schnellstmöglich einen anderen Platz suchen. Auch hier besteht das Problem, dass Sie selbst, sowie auch ihr Nachbar, durchaus kräftig gestört werden.

 

Die schweren Geschütze – Buttersäure und Karbid

Buttersäure wird auch Butansäure genannt und ist eine leicht milchig gelbe Flüssigkeit, deren Geruch an Erbrochenem erinnert. Buttersäure stinkt schon in kleinsten Mengen (Bruchteile von der Menge eines Regentropfens reichen aus), um den üblen Gestank wahrzunehmen. Aufgrund der Geruchsempfindlichkeit der Maulwürfe werden diese den Geruch nicht lange aushalten. Betroffen Sie mehrere alte Lumpen mit Buttersäure und stopfen Sie diese in verschiedene Maulwurfsgänge. Es ist ziemlich sicher, dass der Maulwurf diesen Geruch nicht lange aushalten wird.

Wichtig: Buttersäure ist ätzend und darf nicht eingeatmet werden. Tragen Sie Schutzhandschuhe, eine Schutzbrille, nach Möglichkeit Gummistiefel und hantieren Sie ausschließlich im Freien mit der Säure. Vermeiden Sie unbedingt jeglichen Kontakt damit.

Tipp: beginnen Sie an einer Seite des Rasens (an der Hausseite) und arbeiten Sie sich nach und nach weiter vor. So zeigen Sie den Maulwurf, in welche Richtung er verschwinden kann, um dem Geruch auszuweichen.

Karbid stinkt, sobald es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, ebenso fürchterlich. Erwiesenermaßen finden Maulwürfe diesen Geruch besonders abscheulich und suchen schnell das Weite.

Wichtig: Karbid ist nicht nur reizend und kann auch Schäden verursachen, sondern auch brennen, wenn es richtig nass wird. Mit Wasser reagiert das Karbid und es entsteht Azetylen, welches hochentzündlich und sogar explosiv ist. Besorgen Sie sich vor der Verwendung des Karbids einen Eimer mit Sand, denn nur damit lässt sich der Brand löschen. Wasser hingegen facht den Brand noch weiter an.

Ziehen Sie sich Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille an, und legen Sie eine Zeitung flach auf die Wiese. Graben sie dann einen Maulwurfshügel auf und lokalisieren Sie den Gang. Platzieren Sie pro Gang 10-12 Karbid Steine (ca. 50 g) und stoßen Sie diese mit einem Stock oder Besenstiel etwas weiter in den Gang hinein. Verschließen Sie schnell ihr gegrabenes Loch.

Entscheidend ist nun, dass Sie den Stock nicht ins feuchte Gras legen, sondern auf das Zeitungspapier, während Sie nach dem nächsten Gang graben, wo Sie die Prozedur wiederholen. Zum Ende ziehen Sie Ihre Handschuhe so aus, dass Sie diese nicht von außen berühren, um sich nicht zu verletzen. Hier hilft zum Beispiel eine Plastiktüte oder großer Frischhaltebeutel, den sie über die Handschuhe stülpen und diese dann in dem Beutel ausziehen. Seien Sie hierbei äußerst vorsichtig.

Übrigens: Karbid dürfen Sie gegen den Maulwurf nicht verwenden, wenn Sie in einem Wasserschutzgebiet, Naturschutzgebiet oder der Nähe einer Heilquelle wohnen.

 

Fazit

Den Maulwurf im Garten zu vertreiben ist aufwendig, aber durchaus möglich, ohne ihn zu töten. Lassen Sie sich nicht beirren, denn manchmal dauert es eine Zeit, bis der Maulwurf versteht, dass er unerwünscht ist.

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