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Textilmotten – das muss man wissen

geschrieben von homeandgarden
Textilmotten - das muss man wissen

Textilmotten – das muss man wissen

Sie sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich, wenn sie sich einmal in unserer Kleidung niedergelassen haben, die Kleidermotten. Doch nicht die adulten Motten selbst fressen die kleinen Löcher in die Kleidung, sondern die Larven. Wird ein Befall aufgrund von Löchern im Pullover festgestellt, muss sofort gehandelt werden. Denn die Motten haben die Angewohnheit, sich rasend schnell zu vermehren. Und dann gibt es für unsere Lieblingsstücke im Schrank oftmals keine Rettung mehr.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Kleidermotten können starke Schäden in der Kleidung anrichten.
  • Eier werden nicht nur auf der Kleidung, sondern auch in Schrankritzen, Kleiderbügeln und Bodenrillen abgelegt.
  • Nicht die adulten Motten, sondern deren Larven ernähren sich von der Kleidung und fressen die kleinen Löcher hinein.
  • Eine einzelne Kleidermotte kann bis zu 300 Eier ablegen, aus denen nach kurzer Zeit die gefräßigen Larven schlüpfen.

 

Das Aussehen – Kleidermotten erkennen

Kleidermotten können in der Regel nicht sofort erkannt werden. Denn sie können unterschiedliche Farben von hellem gelb bis zu dunklem Braun haben. Über den gesamten Sommer von Mai bis September fliegen die Kleidermotten. Adulte Motten haben glänzende, bewimperte Flügel, die eine Spannweite zwischen zehn und fünfzehn Millimetern aufweisen.

 

Die Lebensweise der Kleidermotten

Kleidermotten und deren Larven bevorzugen ausschließlich Fasern, die tierischen Ursprungs sind. Denn die Larven benötigen für ihr Wachstum Keratin. Daher bevorzugen sie Pelze, Seide, Daunen, Wolle und auch Leder. Ebenso stehen auch Mischgewebe auf dem Speiseplan, die einen Wollanteil besitzen. Doch nicht nur als Nahrung werden die Fasern benötigt, sondern auch für die Larven, um ihren Kokon für die Verpuppung zu bauen.

Pflanzliche Garne wie Baumwolle oder Leinen und auch synthetische Stoffe werden allerdings verschmäht, weil die Larven diese Fasern nicht verdauen können.

Wer alte Decken, Teppiche, Mäntel oder anderes auf dem Speicher oder im Keller lagert, der muss davon ausgehen, dass sich hier die Motten breitmachen. Wurden diese gelagerten Teile jedoch einmal befallen, können sich die Motten von hier aus im ganzen Haus einfach verbreiten. Dann nutzt es auch nichts, wenn die Fenster gut geschlossen gehalten und mit einem Insektenschutznetz versehen sind.

 

So gehen Sie gegen Motten vor

Sobald Sie eine Kleidermotte in ihrem Haus entdeckt haben, ist es Zeit zum Handeln. Die gesamte Kleidung sollte in Augenschein genommen werden. Gerade Sachen, die länger nicht getragen wurden können bereits Fraßspuren oder auch Gespinste aufweisen. Bei Gespinsten handelt es sich um weiße zarte Fäden oder sogar Kokonreste. Warum gerade länger getragene Kleidung befallen wird, hängt damit zusammen, wenn diese nach einmaligem Tragen nicht gewaschen sondern wieder in den Schrank gelegt wird. Motten zieht der Geruch von menschlichem Schweiß, Haaren aber auch Pelz und Wolle nahezu an. Daher ist eine gute Vorbeugung gegen Motten im Kleiderschrank auch immer, diese vor dem Weglegen zu waschen.

 

Schrankreinigung unumgänglich

Wenn ein Mottenbefall festgestellt wurde, heißt es schnell handeln. Wichtig ist, dass neben den adulten Motten und den Larven auch die Eier und eventuelle Kokons vernichtet werden. Denn ansonsten schlüpfen hieraus die nächsten Larven und Motten und der Befall ist nicht besiegt. Alle Kleidung, die aus tierischen Naturfasern besteht, müssen Sie dem Schrank entnehmen. Denn die Larven sitzen oft auch zwischen den zusammen gelegten und gestapelten Teilen. Sind Sie sich unsicher, ist es besser, alles einmal bei mindestens 50° Celsius durchzuwaschen. Kleidung, die nicht heiß gewaschen werden darf, kann auch im Gefrierfach bei – 20° Celsius für eine Woche eingefroren werden. Keine Angst, die Kälte schadet den empfindlichen Stoffen nicht.

Mottenlarven und -eier vertragen zudem keine Sonne. So können Sie auch große Textilien oder Teppiche und Polstermöbel im Sommer nach draußen in die pralle Sonne stellen. Ohne diese Möglichkeit oder bei lichtempfindlichen Möbeln können Sie auch mit einem heißen Haartrockner die Objekte erhitzen. Allerdings sollten Sie bei Sofas aus Leder und empfindlichen Möbeln darauf verzichten.

Ist der Schrank oder eine betroffene Kommode ausgeräumt und leer, werden diese mit einem Staubsauger gut ausgesaugt. Danach können Sie mit Essigessenz dann den gesamten Schrank auswaschen. Die Ritzen und Rillen und auch die Kleiderbügel dürfen Sie hierbei auf keinen Fall vergessen. Tränken Sie ein Mikrofasertuch mit dem Essig, einem Essigreiniger oder der -essenz. Danach bietet es sich an, mit einer warmen Seifenlauge nochmals gut nachzuwischen. Auch der Raum unter eventuellen Einlegeböden darf hierbei nicht vergessen werden.

 

Den gesamten Raum reinigen

Nachdem der Schrank sauber ist, muss auch der gesamte Raum, in dem der Befall stattgefunden hat, einer Reinigung unterzogen werden, gerade wenn Sie das Nest der Motten nicht im Schrank gefunden haben. Dann könnten Eier auch zwischen Heizkörpern, Sockelleisten oder unter Möbeln versteckt abgelegt worden sein. Mit einem Haartrockner können Sie alle Löcher, Hohlräume, Spalten, Ritze und Risse heiß föhnen, um so die Eier abzutöten. Durch Aufhängen von Pheromonfallen können Sie danach erkennen, ob weiterhin ein Mottenbefall zu erkennen ist.

 

Welche Mottenfallen eignen sich?

Um einen Befall von Kleidermotten zu erkennen, helfen Pheromonfallen, die Sie im Fachhandel erhalten, besonders gut. Hierbei handelt es sich um Klebefallen, die die männlichen Falter anziehen. Das gelingt dadurch, dass diese Fallen die Sexuallockstoffe von Mottenweibchen verströmen. Die männlichen Motten bleiben kleben und sterben. Gegen die weiblichen Motten und wenn diese bereits befruchtet wurden, helfen die Pheromonfallen leider nicht. Ein Einsatz von Chemie ist in der Regel weder sinnvoll noch nötig. Denn gerade, wenn der Mottenbefall im Schlaf- oder Wohnzimmer stattfindet, ist ein chemisches Produkt schnell gesundheitsgefährdend. Daher sollte hierauf besser verzichtet werden. Bewährt haben sich, um Kleidermotten fernzuhalten oder zu bekämpfen im Handel erhältliche Hormonfallen, Späne aus Zedernholz und Lavendelöl- oder Säckchen.

 

Schlupfwespen gegen Motten – wann ist es sinnvoll

Schlupfwespen sind die natürlichen Feinde der Motten. Sie sind ein guter und effektiver Weg, um die Larven zu bekämpfen. Bei Schlupfwespen handelt es sich um kleine Insekten, die etwa 0,4 Millimeter groß und für uns Menschen völlig ungefährlich sind. Die Schlupfwespen parasitieren die Motteneier. Sie legen also hierin ihre eigenen Eier ab. Schlupfwespen kann man bei Lebensmittelmotten und Kleidermotten gleichermaßen anwenden, wie man auf https://motten-weg.de nachlesen kann. Schlüpft dann die Larve aus dem Ei, frisst sie als erstes das Ei der Kleidermotten von Innen und beseitigt so die Motteneier, so dass hieraus erst gar keine Larven mehr schlüpfen. Wenn alle Motteneier von den Larven der Schlupfwespe vernichtet wurden, finden auch diese keine Nahrung mehr. Sie sterben ab. Da es sich hierbei um sehr kleine Larven handelt, werden sie nach ihrem Tod zu Staub. Die Schlupfwespen erhalten Sie im Internet oder Fachhandel. Sie können die Insekten mit dem Trägermaterial, in dem diese geliefert werden, einfach im betroffenen Schrank, im Keller oder auf dem Speicher auslegen. Alles andere machen die Insekten dann ganz von selbst.

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